Plakat Ich habe ja immer noch keinen einzigen Spider-Man-Comic gelesen, aber ich vermute, sie sind deswegen so berühmt geworden, weil sie spannend und gut erzählt waren. Etwas, das man von dieser Verfilmung nicht unbedingt behaupten kann. Ein Großteil der über zwei Stunden wird herumgefaselt. Okay, ich akzeptiere eine Rahmengeschichte und ein paar schwülstige Liebesszenen in einem Actionfilm, aber hier war es umgekehrt. Hin und wieder eine Actionszene in einem auf dramatisch getrimmten Liebesfilm. Dazu noch ein nicht enden wollendes Finale und fertig ist ein Collage, in die soviel reingepackt werden sollte, daß man am Ende nicht mehr weiß, was einem eigentlich gezeigt werden sollte.

Dabei gibt es durchaus Gutes, das dann auch die am Ende schmeichelhaften fünf Punkte rettet: hervorragend choreographierte Kampfszenen (leider wie schon erwähnt: zu wenige) mit sehr guten Effekten. Viele nette, kleine, lustige Szenen. Zum Beispiel J.K. Simmons als J. Jonah Jameson oder Bruce Campbell als Maître d’. Wenn man dem König der Diebe einen Ring anvertaut... das hat schon was.

Grauenerregend hingegen Christopher Grace, der nicht nur das Potential von Venom verschenkt, sondern sich auch noch schauspielerisch als schlechte Kopie des jungen Brendan Fraser versucht, indem er die komplette Mimik aus Eve und der letzte Gentleman übernimmt. Schade, sehr schade. Aber nun gut. Bereut habe ich den Kinobesuch nun auch wieder nicht, obwohl es auch kein Verlust gewesen wäre, Spidy nicht an der amerikanischen Fahne vorbeischweben zu sehen. Aber wir verzeihen uns ja allen und lassen diese Reihe dann auch in Frieden ruhen. Und tschüß...

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